EVAKUIERUNG

#SaveThem – Was ist geplant

Die Evakuierung der Menschen aus den Lagern, vor allem aus Moria, ist ein Gebot nicht nur der Menschlichkeit, sondern auch der Rechtsstaatlichkeit. Das griechische Festland sehen wir nicht als sichere Alternative an. Zudem ist die Landroute versperrt, der Seeweg zu langwierig. Deshalb sollen die Menschen in aufnahmebereite und sichere Länder ausgeflogen werden. Aufgrund der Corona-Krise haben viele Airlines ihren Betrieb eingeschränkt. Mit der Bereitstellung von Chartermaschinen kann der Trasnport der Menschen schnell und effektiv erfolgen. Voraussetzung ist die Erteilung aller notwendigen Genehmigungen durch die Aufnahmestaaten.
Die Auswahl der Menschen für einen Flug obliegt dabei den Behörden, wie der EASO. Da diese derzeit ebenfalls kaum handlungsfähig oder -willens sind, kann auf renommierte NGO´s wie etwa Ärzte ohne Grenzen zurückgegriffen werden. Auch weitere NGO´s vor Ort haben entsprechende Informationen. Mission Lifeline ist auf die Zusammenarbeit angewiesen, wir sind deshalb täglich mit Lesbos im Kontakt.
Nach der Ankunft in einem sicheren Aufnahmeland obliegt es wiederum den lokalen Behörden, über etwaige Quarantänemaßnahmen und die Verteilung der Menschen zu entscheiden.

 

LUFTBRÜCKE

Wer steht hinter flugbereitschaft.org?

Mission Lifeline e.V. ist ein in Dresden registrierter gemeinnütziger Verein. In bisher 10 Missionen im zentralen Mittelmeer konnten wir weit über 1000 Menschen das Leben retten. Die Abschottungspolitik der EU hatte zur Folge, dass unsere Schiffe, die Lifeline und die Eleonore, beschlagnahmt worden sind. Unser neues Rettungsschiff, die Rise Above, wird zur Zeit fit für die nächste Mission gemacht, die hoffentlich in diesem Sommer beginnen kann.
Mission Lifeline, das sind auch hunderte Ehrenamtliche, die vor und hinter den Kulissen für die Seenotrettung arbeiten. Sie alle setzen sich für eine menschliche Asyl- und Migrationspolitik ein. Uns allen zählt jedes Leben gleich viel. Jeder Mensch hat Anspruch und das Recht auf Selbstbestimmung, Gesundheit, Sicherheit, Unterkunft und eine Perspektive für sein Leben. 
Die Lage auf den griechischen Inseln haben wir schon seit langer Zeit im Blick. Die Untätigkeit der EU, die sich von ihren eigenen Werten abgewendet hat und der das Leid und Elend der Menschen in Moria und den anderen Camps gleichgültig ist, ist unerträglich. Anfang März 2020 haben wir deshalb das Projekt „#SaveThem – Charterflug Lesbos-Berlin für Kinder und Mütter“ ins Leben gerufen.

 

#SAVETHEM

Wie ist der Stand?

Durch eine überwältigende Spendenbereitschaft ist Mission Lifeline in der Lage, mehrere Flüge zu finanzieren. Genehmigungen der deutschen Regierung gibt es trotz großen öffentlichen Druckes nach wie vor nicht. Wir bemühen uns weiter täglich darum. Zudem haben wir unser Angebot erweitert und bieten auch anderen Staaten, die wir als sicher ansehen, unsere Flüge an. 
Um auch heute schon helfen zu können, haben wir NGO´s vor Ort finanzielle Unterstützung zugesagt und auch bereits geleistet. Der Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Versorgung und der Verbesserung der hygienischen Bedingungen. Diesen Weg werden wir in jedem Fall weiterverfolgen.

 

WARUM PRIVAT FINANZIERTE FLÜGE?

Die Regierungen der Europäischen Union sind in der Lage, die griechischen Lager zu evakuieren und die Menschen aufzunehmen. Sie wollen aber nicht. Die sogenannte „Koalition der Willigen“, die sich zur Aufnahme von insgesamt 1600 Kindern bereit erklärt hat, erweist sich als eine Koalition der Zauderer. Das schließt Deutschland ein. Die Menschen in Moria können aber nicht warten. Über 10.000 Kinder und ihre Familien brauchen einen Ausweg. Die Corona-Krise kann keine Entschuldigung für Menschenverachtung, Rechtlosigkeit und Elend bieten.

 

MISSION LIFELINE finanziert sich ausschließlich aus Spenden, wobei jeder einzelne Euro für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Rettungsmissionen eingesetzt wird. Die Crew und die Lebensretterinnen und -retter arbeiten ehrenamtlich!

Eure Spende ist steuerlich absetzbar. Aus Kostengründen versenden wir Zuwendungsbescheinigungen ab 200 Euro, auf Wunsch sofort oder einmal im Jahr. Bitte gebt unbedingt eure vollständige Adresse im Verwendungszweck an. Für Spenden unter 200 Euro genügt der Überweisungsbeleg als Nachweis beim Finanzamt (§50 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. b EStDV).

MISSION LIFELINE e.V.
IBAN: DE85 8509 0000 2852 2610 08
BIC: GENODEF1DRS
Volksbank Dresden e.G.

Was passiert mit meinem Spendengeld?

Zweckgebundene Spenden werden ausschließlich zur Finanzierung der Charterflüge und zur Verbesserung der Lage in Moria verwendet. Ein Charterflug für maximal 80 Personen innerhalb Europas kostet ca. 88.000,- €. Auf Lesbos werden Projekte unterstützt, die der Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und der medizinischen Versorgung dienen. Dabei reagieren wir auf Anforderungen, die uns lokale NGO´s nennen und die wir vor Ort verifizieren. Jeder Euro kommt den Menschen in den Lagern zugute.

Selbstverständlich freuen wir uns über nicht-zweckgebundene Spenden. Sie ermöglichen die kontinuierliche Arbeit unseres Vereins und kommen der Seenotrettung und Flüchtlingshilfe vollumfänglich zugute.

 

WAS KÖNNEN SIE SONST NOCH TUN?

Bereits seit Beginn des Projektes haben wir unsere UnterstützerInnen gebeten, Abgeordnete im Deutschen Bundestag und im Europaparlament anzuschreiben oder anzurufen, um den öffentlichen Druck zu erhöhen und auf die Dringlichkeit hinzuweisen. Eine Vorlage und Kontakte dazu finden Sie unter mission-lifeline.de.

 

Weil Menschen aus Notsituationen heraus zu helfen scheinbar politisch ist, ist der Spot im deutschen Fernsehen nicht zugelassen.